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Samstag, 27. Mai 2023

STARS VON MORGEN – Die souveränen Pianistinnen SAKURAKO KITA und KEIKO KAMADA, 3.6.2023, Roter Salon der OESTIG LSG, 19h

Gespür für Mozart und Mendelssohn: Sakurako Kita und Keiko Kamada. © Zeichnung: Maxim Seloujanov, Foto: privat, Plakat: OESTIG

STARS VON MORGEN – Die souveränen Pianistinnen SAKURAKO KITA und KEIKO KAMADA, 3.6.2023, Roter Salon der OESTIG LSG, 19h

 

Man kann von einem Klischee sprechen, aber die Tendenz ist vorhanden, dass Japaner Mozart sehr gut verinnerlichen können. In der mdw-Klasse von Lilya Zilberstein werden deshalb wohl zwei japanische Master-Studentinnen mit seinen Kompositionen zur Aufführung der 33. Folge von Stars von Morgen im ersten Bezirk geschickt. Denn Fakt ist, dass Mozart nicht allen hervorragenden Pianisten unserer Zeit liegt.

Die 21-jährige, mehrfache Wettbewerbsgewinnerin SAKURAKO KITA hat bereits vor einem halben Jahr ihre MOZART-Kompetenz bei dessen anspruchsvoller letzten Klaviersonate aus dem Jahr 1789 bewiesen. In der
Sonate Nr. 18, in D-Dur, KV 576 mit den 3 Sätzen, Allegro, Adagio, Allegretto sind Verweise an Bach und Haydn zu erkennen, und die Synthese aus polyphonem und galantem Stil erfordert eine erfahrene Pianistin.
Im Vergleich dazu wird die 22-jährige, letzten August mit dem 1.Preis im Rosario-Mariano-Klavierwettbewerb ausgezeichnete KEIKO KAMADA MOZARTs erste Sonate Nr. 1 C-Dur KV 279 spielen, die er mit 18 Jahren als Auftakt eines sechsteiligen Sonaten-Zyklus mit steigendem Schwierigkeitsgrad während der Reise nach München 1775 komponierte.

Ein weiterer Vergleich ergibt sich in der Interpretation von MENDELSSOHN BARTHOLDY, dessen Kompositionen allgemein als weniger raffiniert als Mozart, dafür als ungemein wahrhaftig im musikalischen Ausdruck gelten. KAMADA wird sich dessen überbordender
Fantasie, Op.28, fis-moll von 1833 annehmen, die jener auch „Schottische Sonate“ nannte, inspiriert durch seine Bildungsreise durch Italien, Frankreich und Großbritannien. Die aufgefächerten Akkordbrechungen zu Beginn sind faszinierend. Pianisten wünschen sich für das Werk gerne einen zusätzlichen Finger, so schwierig ist es zu spielen.
KITA wiederum wird MENDELSSOHNs bedeutendstes Meisterwerk
Variations sérieuses op. 54 von 1842 angehen, worin jener sich einerseits auf die Variationen in c-Moll von Beethoven sowie auf den späteren virtuosen Variationsstil von Brahms zu beziehen scheint. Bedeutende Pianisten bewundern die besondere „Schönheit“ an diesem Werk.

Atmosphärisch passend gibt KITA noch die viereinhalb-minütige „Oktaven“-Etüde Op.25 No.10 von CHOPIN, erschienen 1837 als Draufgabe, wobei dessen 27 Etüden als bedeutendste Klavierkompositionen der Musikgeschichte gelten, sodass sich große Klavierkomponisten daran orientierten. Einer davon war SKRJABIN: von ihm spielt KAMADA die zweieinhalb-minütige, lebhafte Etude, Op. 8 E Dur Nr. 5 aus dem 12-teiligen Opus von 1894. Skrjabin ordnet die spieltechnische Herausforderung Chopins seiner künstlerischen und musikalischen Absicht im Stil einer gehaltvollen russischen Etüde unter.

Sitzplatz-Reservierung auf www.rotersalon.at

 

Wann: Sa, 3.6.2023, 19h
Wo: Roter Salon der OESTIG LSG, Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien

Freie Spende

Dienstag, 9. Mai 2023

STARS VON MORGEN – Die einfühlsame Pianistin FRANCESCA ORLANDO, Roter Salon der OESTIG LSG, Fr 19.5.2022, 19h

Vielsiegerin in Wettbewerben, die einfünlsame Pianistin: FRANCESCA ORLANDO. © Malerei: Maxim Seloujanov, Foto: Andrej Grilc, Plakat: OESTIG

 

STARS VON MORGEN – Die einfühlsame Pianistin FRANCESCA ORLANDO, Roter Salon der OESTIG LSG, Fr 19.5.2022, 19h

 

Die britisch-italienische Pianistin FRANCESCA ORLANDO geht mit großer Einfühlsamkeit an Kompositionen heran. Im Rahmen der Serie Stars von Morgen im ersten Bezirk wird die mehrfache Preisträgerin als mdw-Master-Studentin von Star-Pianistin LILYA ZILBERSTEIN auf ein Werk stoßen, das ihr ermöglicht, jenes emotional gebunden oder abstrakt kühl und rhythmisch umzusetzen: auf die bedeutende und technisch anspruchsvolle Musik der Romantik, Klaviersonate h-Moll von FRANZ LISZT, die mit Fertigstellung 1853 Höhepunkt im Werk des Komponisten genannt wird. Hier greift die Mehrsätzigkeit innerhalb der Einsätzigkeit ineinander über, mit einer düster klingenden absteigenden und wiederkehrenden Tonleiter am Anfang. Liszt widmete die Sonate Robert Schumann, wobei sie aber Clara Schumann nach dem Vorspiel ihres gemeinsamen Freundes Brahms als „schaurig, ohne gesunden Gedanken und ohne klare Harmoniefolge“ missfiel. – Heute empfinden wir dieses vielfach interpretierbare Werk spannend, weil es dem Interpreten Kreativität abverlangt.

JOHANNES BRAHMS schuf indessen ein Jahr später, also 1854, „Vier Balladen op. 10“, eine dieser Zeit und Strömung gemäß eher konventionell „romantische“ Komposition: sie geht insbesondere im ersten Teil poetisch erzählerisch von der schottischen Ballade „Edward“ aus Herders Sammlung „Stimmen der Völker“ aus, wo ein Sohn den Vatermord gesteht.



Sitzplatz-Reservierung und Info auf www.rotersalon.at

 

Wann: Fr, 19.5.2023, 19h
Wo: Roter Salon der OESTIG LSG, Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien

Freie Spende

Mittwoch, 26. April 2023

STARS VON MORGEN – Dramatik-Meister am Klavier: CHRISTIAN SOMMERFELT, 13.5.2023, Roter Salon der OESTIG LSG, 19h

Dramatisch-feinfühliger Pianist: CHRISTIAN SOMMERFELT. © Malerei: Maxim Seloujanov, Fotos: Elfi Oberhuber, privat, Plakat: OESTIG

 

STARS VON MORGEN – Dramatik-Meister am Klavier: CHRISTIAN SOMMERFELT, 13.5.2023, Roter Salon der OESTIG LSG, 19h

 

Nach 31 „Kandidaten“ aus der mdw-Klasse LILYA ZILBERSTEIN gehört CHRISTIAN SOMMERFELT zu den Top 3 der Serie Stars von Morgen im ersten Bezirk! Der Grund liegt darin, dass in ihm als zurückhaltende Persönlichkeit ein ganzer Vulkan an Gefühlen brodelt, er aber in der Lage ist, für sein Spiel all diese Energie so zu steuern, dass seine Vorstellung von der jeweiligen Komposition exakt umgesetzt wird. Dabei stimmen Timing und Gefühl. Die anregende Nebenerscheinung dabei ist eine Spannung in der Erzählweise, zu der bisher kein anderer Pianist in der Lage war! Diese Dramatik wird wie in einem Film bei intensiver Konzentration von Anfang bis Ende durchgezogen.

Vielleicht liegt es an dem Umstand, dass SOMMERFELT aus Norwegen kommt, wo Kunst in der Regel aus einer starken inneren Ruhe kreiert wird. Die „Ballade op. 24“ von 1876 auf Basis einer alten, aus dem 16. Jahrhundert stammenden Melodie, worin der norwegische Komponist EDVARD GRIEG über eine wiederkehrende, chromatisch abwärts führende Basslinie den Tod seiner Eltern verarbeitet, könnte ein Hinweis darauf sein.

Fantasie strahlt die Klaviersonate in Es-Dur, Hob. XVI/52, L. 62 von JOSEPH HAYDN von 1795 aus, die dieser einer technisch und virtuos meisterlichen Pianistin widmete. Langsame Sätze strahlen auch hier eine „norwegische“ Ruhe aus, der Moll-Mittelteil das düstere Leiden der Revolutionszeit, worauf ein befreiendes, wirbelndes Tanzmotiv folgt.

Basis für Ausdruck bietet die recht kurze
Klaviersonate Nr. 5 op. 53 von ALEXANDER SCRIABIN von 1908 mit modernem Einschlag. Rhythmik, Laut-Leise– und Schnell-Langsam–Kontraste bilden die Stilmittel des Werks, was eine erregende Stimmung erzeugt. Ruf- und signalartige Motive neben lyrisch-sehnsuchtsvollen Passagen sind das Ergebnis, das der Schöpfer aus der Inspiration durch das Gedicht „Le Poème de l´Extase“ schuf.

 

Während des Konzerts wird Musikjournalistin EVGENIIA LIANSKAYA-LININGER eine Werkeinführung abhalten.

Sitzplatz-Reservierung und Covid-Info auf www.rotersalon.at

 

Wann: Sa, 13.5.2023, 19h
Wo: Roter Salon der OESTIG LSG, Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien


Freie Spende

Montag, 24. April 2023

STARS VON MORGEN – Der vielversprechende Pianist SHIH-YEH LU, 6.5.2023, Roter Salon der OESTIG LSG, 19h

Energievoller Pianist: SHIH-YEH LU. © Malerei: Maxim Seloujanov, Foto: Elfi Oberhuber, Plakat: OESTIG

 

STARS VON MORGEN – Der vielversprechende Pianist SHIH-YEH LU, 6.5.2023, Roter Salon der OESTIG LSG, 19h

 

In der 30. Folge aus der Serie Stars-von Morgen-im-ersten-Bezirk spielt der 24-jährige Taiwanese SHIH-YEH LU. Seine Entwicklung konnten wir sprichwörtlich mitverfolgen. Er begann 2017 unter tosendem Applaus des Publikums als ungeschliffener Rohdiamant, als Naturgewalt des Künstlertypus, und steuerte dann diese Begabung unter großer Selbstbeherrschung mehr und mehr in „kultivierte“ Bahnen. Jetzt, gegen Ende seines mdw-Studiums bei LILYA ZILBERSTEIN, hoffen wir, dass seine ungemeine Energie im richtigen Moment beim einen oder anderen Werk wieder spürbar sein wird. Temperamentvolle Komponisten, die ihm liegen dürften, stehen jedenfalls auf dem Programm:

Da wäre BEETHOVENs Klaviersonate in E-Dur Nr. 9, op. 14 Nr. 1
aus dem Jahr 1799, die allerdings einen lyrisch-entspannten kammermusikalischen Charakter hat. Darauf folgt Präludium und Fuge in gis-Moll, op. 29 des russischen Komponisten SERGEI TANEJEW, Kompositionslehrer von Rachmaninow, Skrjabin und Glière. Mit diesem Werk aus dem Jahr 1910 folgt der Meister des Kontrapunkts einerseits den Musikern der Vergangenheit, kombiniert das aber mit modernem Stil. Das Präludium ist melancholisch und steht im Kontrast zur feurigen Fuge.
Die Klaviersonate Nr. 5, op. 135 von PROKOFIEV entstand 1923 während eines Aufenthalts in den bayerischen Alpen in einer experimentellen Phase.

 

Bei CHOPINs Rondo in c-Moll Nr. 1, Op. 1 handelt es sich um dessen erstes (1825) unter dem Titel „Adieu à Varsovie“ (Abschied von Warschau) veröffentlichtes Werk mit viel Geist und einigen schwierig zu spielenden Passagen. RACHMANINOW bezieht sich 1903 auf den „polnischen Franzosen“ in Variationen über ein Thema von Chopin, op. 22 mit seiner charakteristischen Klangsprache und pianistischen Raffinessen.

 

Während des Konzerts wird Musikjournalistin EVGENIIA LIANSKAYA-LININGER eine Werkeinführung abhalten.

Sitzplatz-Reservierung und Covid-Info auf www.rotersalon.at

 

Wann: Sa 6.5.2023, 19h
Wo: Roter Salon der OESTIG LSG, Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien

Freie Spende

Montag, 12. Dezember 2022

STARS VON MORGEN – Der klangzaubernde Pianist TOMMASO BOGGIAN, 16.12.2022 19h, Roter Salon der OESTIG LSG

Schafft Klangatmosphären wie kein anderer: Pianist TOMMASO BOGGIAN. © Malerei: Maxim Seloujanov, Foto: privat, Plakat: OESTIG

 

Für zwei der Werke, die er an diesem Abend der 29. Folge aus der Serie Stars-von Morgen-im-ersten-Bezirk spielt, hat TOMMASO BOGGIAN bei einem renommierten Klavierwettbewerb den 1. Preis geholt: für MOZARTs Sonate Nr. 3 in B-Dur KV 281 (189f) sowie für CHOPINs regelbrechend-freiheitsfordernde Fantasie in f-Moll, Op. 49 (UA 1841). Nun haben wir von der mdw-Klasse LILYA ZILBERSTEIN schon viele geniale Musiker erster Güte erlebt, gerade zuletzt auch bei der romantischen CHOPIN-Interpretation, aber kaum einer hatte MOZART so gespielt, wie man es sich von „unserem“ Komponisten erhofft hätte. Der 24-jährige TOMMASO BOGGIAN könnte das – inklusive CHOPIN – nun schaffen. Mag sein, dass er dabei dem Klischee eines Italieners mit entsprechendem Kulturhintergrund gerecht wird. Jedenfalls kann man sich auf dieses Klangerlebnis, das uns sprichwörtlich in unentdeckte Dimensionen des Hörbewusstseins führt, nur freuen!

Die anderen beiden Werke stammen von typischen Komponisten, die ZILBERSTEIN präferiert: Von BEETHOVEN wird BOGGIAN die Klaviersonate Nr. 28 A-Dur op. 101 aus dem Jahr 1817 meistern, die sich den für diese Gattung üblichen formalen Konventionen widersetzt, indem deutsche Vortragsbezeichnungen durch italienische ersetzt werden.

Eines der Schlüsselwerke im Schaffen von SERGEJ RACHMANINOFF ist dessen Klaviersonate Nr. 2, b-moll, Op. 36. BOGGIANs Kommilitone JURE GORUČAN hat gerade erst kürzlich dieses Werk aufgeführt. – Mit dem direkten Vergleich wird wieder einmal klar, wie unterschiedlich ein Werk durch den jeweiligen Interpreten klingen und wirken kann. – Das macht diese Serie – und letztlich das Pianisten-Geschäft an sich – anhaltend spannend.

Aktuelle Information und Reservierung auf www.rotersalon.at oder über rotersalon@oestig.at

 

Wann: Fr, 16.12.2022, 19h
Wo: Roter Salon der OESTIG LSG, Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien

Freie Spende

Donnerstag, 24. November 2022

STARS VON MORGEN – Der stilsichere Pianist ANTONIO CHEN GUANG, 2.12.2022 19h, Roter Salon der OESTIG LSG

Herausragender Pianist: ANTONIO CHEN GUANG. © Malerei: Maxim Seloujanov, Foto: Elfi Oberhuber, Plakat: OESTIG

 

STARS VON MORGEN – Der stilsichere Pianist ANTONIO CHEN GUANG, 2.12.2022 19h, Roter Salon der OESTIG LSG

 

Nach 28 Folgen Stars-von Morgen-im-ersten-Bezirk aus der mdw-Klasse LILYA ZILBERSTEIN ist er unter den Top 3 der besten Pianisten: der 28-jährige Chinese ANTONIO CHEN GUANG! Er war bereits zweimal zu Gast, und zweimal hat er abgeliefert, was das Zeug hält. Damit wird klar, warum er ganz oben auf der Spitze anzutreffen ist: er ist der Berechenbarste. ANTONIO CHEN GUANG ist ein Garant für Nervenstärke, Dynamik, absolute Technikbeherrschung, kalkuliertes Gefühl, spielerische Leichtigkeit und Virtuosität. Bei ihm vergeht selbst ein lang programmierter Klavierabend wie im Flug, so stilsicher weiß er jedes Werk zu „erzählen“.

Obendrein hat er diesmal Kompositionen im Programm, die man durchgehend als Ohren-Schmaus bezeichnen kann: Von CHOPIN stammt die Barcarolle Fis-Dur op. 60 von 1846, die durch ihren 12/8-Takt an das Wogen des Wassers bei einer Bootsfahrt erinnert, aber Chopin-typischen, „erzählerischen“ Charakter hat.

Ebenfalls von CHOPIN stammen die sehr bekannten, wunderschönen zwölf Etudes op. 10. Nr.1 mit erforderlichen, gefährlichen Spannungen zwischen den Fingern, hohem Tempo und großer Kraftentfaltung und Nr. 2 mit sich überlappenden Außenfingern der rechten Hand, die gleichzeitig begleitende Akkorde spielt, sind äußerst schwierige Etuden. Nr. 3, 4 und 12 sind „Ohrwürmer“, Nr. 3 im Klavier-Original ist aber kitschfrei, Nr. 4 ist ein schnelles Laufwerk in beiden Händen, Nr. 12 ist als „Revolutionsetüde“ bekannt. Die schwierigsten Etuden Nr. 10 und 11 wird CHEN GUANG nicht spielen, ebenso nicht die ebenfalls bekannte Nr. 9.

 

Einer, der sich an den Etuden Chopins als „Magna Charta des Klavierspiels“ orientierte, war RACHMANINOFF. Deshalb passen seine sechsteiligen „Moments Musicaux, op. 16“ von 1896 bestens dazu. Jedes Moment-Musical reproduziert eine musikalische Form, die für eine frühere musikalische Ära charakteristisch ist. Die Formen, die in Rachmaninoffs Inkarnation erscheinen, sind das Nocturne, Lied ohne Worte, Barkarole, virtuose Etude und Thema und Variationen.

Aktuelle Information und Reservierung auf www.rotersalon.at oder über rotersalon@oestig.at

 

Wann: 2.12.2022, 19h
Wo: Roter Salon der OESTIG LSG, Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien

Freie Spende

Montag, 21. November 2022

STARS VON MORGEN – Der rhythmisch-virtuose Pianist JURE GORUČAN, 1.12.2022, Roter Salon der OESTIG LSG, 19h

Rhythmischer Pianist: Jure Gorucan. © Zeichnung: Maxim Seloujanov, Foto: privat, Plakat: OESTIG

 

STARS VON MORGEN – Der rhythmisch-virtuose Pianist JURE GORUČAN, 1.12.2022, Roter Salon der OESTIG LSG, 19h

 

In der von Komponist MAXIM SELOUJANOV ins Leben gerufenen Serie, Folge 27: Stars von Morgen im ersten Bezirk, treffen wir auf den rhythmisch brillanten und mitreißenden Slowenen JURE GORUČAN, der die Tasten des Klaviers ebenso temperamentvoll wie einfühlsam berühren kann. Als Pianist ist er einer der wenigen Tasteninstrument-Meister, der vor dem Klavier Schlagzeug studiert hat. Aber auch seine fantasievolle Seite wird in diesem Programm gefordert werden.

Er beginnt den Abend mit dem ältesten Werk: der Ballade Nr.4 f-Moll op.52 von FREDERIC CHOPIN aus dem Jahr 1842. Die ist die letzte der vier Balladen Chopins und daher von einer höheren musikalischen Komplexität durch weiterentwickelte Klangmittel geprägt. Sie ist lyrisch-nachdenklich und harmonisch vielfältig.

Eines der Schlüsselwerke im Schaffen von SERGEJ RACHMANINOFF ist dessen Klaviersonate Nr. 2, b-moll, Op.36, die der Meister 1913 erstveröffentlicht und dann aber 1931 von 25 Minuten auf 19 Minuten gekürzt hat, weil sie ihm zu überladen vorgekommen war. GORUČAN zieht die kürzere Fassung vor, um einem rhythmischen Zug gerecht zu werden.

Als das virtuoseste Stück für Klavier Solo von RAVEL gilt das 1908 geschaffene, dreiteilige „Gaspard de la Nuit“ (deutsch: „Schatzmeister der Nacht“) mit drei vertonten Gedichten („Ondine – Die Wassernixe Undine“, „Le Gibet – Der Galgen“ und „Scarbo – Ein listiger Kobold“) des vorromantischen Schriftstellers Aloysius Bertrand, dessen geschliffene Raffinesse in musikalischer Sprache Ravel inspirierte. Neben dem Element des Phantastisch-Grotesken enthält es typisch impressionistische Elemente, düster und diffus, teils melancholisch. Es hat eine tröpfelnd, verträumt wunderliche Melodie, die mit überkreuzten Händen, also sehr schwierig, zu spielen ist.

Wie für GORUČAN, geschaffen ist schließlich die Klaviersonate, BB 88, Sz.80 von BÉLA BARTÓK aus dem Jahr 1926. Das Werk ist tonal, aber höchst dissonant, wobei das Klavier auf perkussive Weise mit unregelmäßigen Taktarten verwendet wird. Unter Clustern wiederholter Noten ist die Melodie volkstümlich. Jeder der drei Sätze hat aber eine klassische Struktur, der zweite Satz ist ausgesprochen Basstasten-geprägt. Eine Aufführung dauert in der Regel 15 Minuten, BARTÓK schwebten aber 12 Minuten und 30 Sekunden vor.

Sitzplatz-Reservierung über rotersalon@oestig.at oder auf www.rotersalon.at

 

Wann: Do, 1.12.2022, 19h
Wo: Roter Salon der OESTIG LSG, Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien

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Donnerstag, 10. November 2022

DIE ROTE BRILLE Kammerkonzert (Kurator MAXIM SELOUJANOV) – Pianist VLADYSLAV KAZNODII, Roter Salon der OESTIG LSG, 24.11.2022, 19h

Russe MAXIM SELOUJANOV lässt den ukrainischen Pianisten VLADYSLAV KAZNODII Neue Musik aus Österreich spielen. Fotos Elfi Oberhuber, privat, Plakat: OESTIG

 

DIE ROTE BRILLE Kammerkonzert (Kurator MAXIM SELOUJANOV) – Pianist VLADYSLAV KAZNODII, Roter Salon der OESTIG LSG, 24.11.2022, 19h

Eines muss man Komponist MAXIM SELOUJANOV – als patriotischer Russe mit österreichischer Staatsbürgerschaft – lassen: er versteht es, seinem Die rote Brille-Kammerkonzert einen aktuell relevanten Charakter zu verleihen: er lässt erstmals lauter Solos spielen, und zwar von dem ukrainischen Pianisten VLADYSLAV KAZNODII! Das wird der Aufforderung von Kulturwissenschaftlern gerecht, dass man „im Westen“ vor dem anhaltenden Ukraine-Russland-Krieg zur Einstimmung des Friedens nicht nur ukrainische Künstler vorstellen soll, sondern bestenfalls gemeinsam mit Russen. Denn wie sich in diesem Fall zeigt, kommen Ukrainer und Russen menschlich bestens miteinander aus!

 

Die Werke des Abends stammen von Komponisten, die alle schon gezeigt haben, dass Neue Musik aus Österreich anspruchsvoll und angenehm zu hören sein kann:  REGINA ALFERY, Gitarre und Violine spielende Psychologin, Malerin und Autorin, steuert „Think and Sing“ bei.

Generell Garantie für perfekten Anspruch und Unterhaltung ist WOLFRAM WAGNER, geb. 1962 in Wien und damit ein Jubilar. Von ihm stammen die 6 Klavierstücke: 1 lacrima, 2 arietta, 3 Intermezzo, 4 Caprizzio, 5 notturno, 6 Aria.

Von der ebenfalls in Wien lebenden Russin, ALEXANDRA KARASTOYANOVA-HERMENTIN kommt „Lyntaris“.

Und der weitere Wiener Jubilar WALTER BACO mit Jahrgang 1952 schuf 4 stimmungsvolle Klavierstücke, die erneut aufgeführt werden: „Endlich im Moment, Frage und Antwort, Gleichenberg und Versöhnung“. – WALTER BACO selbst wird als wiederkehrender fixer Teil der Serie natürlich eine Klavier-Improvisation und eine kurze Lesung aus seiner Poesie darbieten.
Den musikalischen Abschluss stellt MAXIM SELOUJANOV selbst zur Verfügung: mit der Uraufführung seiner Sonata 4.0.


Reservierung und weiterführende Info auf www.rotersalon.at

 

Wann: Do 24.11.2022, 19h
Wo: Roter Salon der OESTIG LSG, Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien

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Mittwoch, 19. Oktober 2022

STARS VON MORGEN – Die farbenreiche Pianistin SAKURAKO KITA, 4.11.2022, Roter Salon der OESTIG LSG, 19h30

Farbenreiche Pianistin: Sakurako Kita. © Zeichnung: Maxim Seloujanov, Foto: privat, Plakat: OESTIG  

 

STARS VON MORGEN – Die farbenreiche Pianistin SAKURAKO KITA, 4.11.2022, Roter Salon der OESTIG LSG, 19h30

 

Die Folge 26 von Stars von Morgen im ersten Bezirk präsentiert diesmal ein Klavier-Genie aus Japan: SAKURAKO KITA. Mit ihren zwanzig Jahren wagt sich die mehrfache Wettbewerbsgewinnerin und LILYA ZILBERSTEIN-mdw-Studentin an die anspruchsvolle, letzte Klaviersonate MOZARTs aus dem Jahr 1789 heran: an die Sonate Nr. 18, in D-Dur, KV 576 mit drei Sätzen, eine Synthese aus polyphonem und galantem Stil, die eine erfahrene Pianistin erfordert.

Sinn für Dramatik und Technik verlangt indessen SERGEJ RACHMANINOFF in seinen 1917 vollendeten Études-Tableaux op.39, bestehend aus 9 Teilen, alle in Moll-Tonarten gehalten. Drei Todesfälle im engsten Kreis des Komponisten, sowie die Auswirkungen des 1. Weltkriegs sind darin als Angst vor dem Tod zu spüren, die Musik ist an vielen Stellen düster und ernst. KITA wird die Nummern 1 bis 5 spielen.

 

„Konzert für Klavier ohne Orchester“ nannte ROBERT SCHUMANN seine Klaviersonate Nr.3 in f-moll, Op. 14, die er 1853 mit einem beigefügten Scherzo im zweiten Satz überarbeitet hatte. Das Andantino im 3. Satz überrascht und stammt von seiner Frau, CLARA SCHUMANN. Der Schlusssatz ist mit einer Coda brillant und kraftvoll. Die bedeutendsten Pianisten wie Horowitz und Pollini haben das Werk interpretiert.

Eine nähere Werkeinführung übernimmt am Abend Musikjournalistin EVGENIIA LIANSKAYA-LININGER.



Sitzplatz-Reservierung und Covid-Info auf www.rotersalon.at

 

Wann: Fr, 4.11.2022, 19h30
Wo: Roter Salon der OESTIG LSG, Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien

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Donnerstag, 9. Juni 2022

ROTE BRILLE Kammerkonzert – Fuga dal Getto, Kurator: MAXIM SELOUJANOV, Roter Salon der OESTIG LSG, 25.6.2022, 19h30

Der kammermusikalische Dauerbrenner im Roten Salon der OESTIG LSG: diesmal kuratiert von MAXIM SELOUJANOV mit Schwerpunkt „Fuga dal Getto, Verlasse die Komfortzone und finde Neues“, © Fotos: Elfi Oberhuber, Walter Minder; Plakat: OESTIG

 

ROTE BRILLE Kammerkonzert – Fuga dal Getto, Kurator: MAXIM SELOUJANOV, Roter Salon der OESTIG LSG, 25.6.2022, 19h30

Dieses Konzert der Reihe Die rote Brille-Kammerkonzert mit dem Titel „Fuga dal Getto“ fordert Interpreten und Publikum dazu auf, ihre „Komfortzone zu verlassen, und sich an neue Bedingungen anzupassen“. Komponist MAXIM SELOUJANOV hat dies schon vor 30 Jahren getan, als er von Russland nach Österreich kam, um hier Komponist der Neuen Musik zu werden. Offensichtlich ist für ihn die Lust der Suche, der Neuentdeckung und der gemeinsamen Aneignung unendlich, so wie für viele zeitgenössische Musiker, seien es Komponisten oder Interpreten. So wie auch für das Schweizer DUO DIVERSITAS – bestehend aus der russischen Flötistin EVGENIYA SPALINGER und der Schweizer Gitarristin MARISA MINDER. Manches neue Werk wurde eigens für das Duo komponiert, etwa MAXIM SELOUJANOVs „Fuga dal Getto“ aus dem Jahr 2019.

 

Diese „Neue Heimat der Neuen Musik“ lässt sich über Komponisten der drei deutschsprachigen Länder spinnen: die Schweiz, Deutschland und Österreich. Da wären aus der Schweiz (auch) Free-Jazzmusiker MAX EUGEN KELLER, geb. 1947, mit der Uraufführung von “Dialog, Einheit, Kontrast“; der Querflöte studierte ULRICH GASSER (geb. 1950) mit „Herbstkälte im Nebel“ aus dem Jahr 1980; der klassische Gitarrist und selbst Interpret zeitgenössischer Werke, TOBIAS KREBS (geb. 1993), mit „Lumi unelma (Schneetraum)“ aus dem Jahr 2014/2020; sowie der Pianist und Forscher JEAN-JACQUES DÜNKI (geb. 1948) mit „Eiland-Stadt-Ebene“ von 1992. Aus Deutschland stammen Hamburger ART-OLIVER SIMON (geb. 1966) mit „Miszellen III“ von 2019; und der u.a. klassische Gitarre, Theologie und Philosophie studierte MICHAEL QUELL (geb. 1960) mit „Temps et couleurs“ von 1998. Aus Österreich kommen neben SELOUJANOV (geb. 1967) Komponisten, die je ein Solo geschaffen haben: REGINA ALFERY / RAIMUND TRIMMEL mit „Move on“ von 2009 für Gitarre; und KLAUS AGER (geb. 1946) mit „Duino 2“ von 2001 für Flöte“.

Ein Mann, der in der „Roten-Brille-Heimat“ verlässlich immer vertreten ist, obwohl er dabei unberechenbarer Weise am Klavier improvisiert, ist Komponist und Pianist WALTER BACO. Er rezitiert außerdem aus seiner selbstgeschriebenen Literatur.


Reservierung und weiterführende Info auf www.rotersalon.at

 

Wann: Sa 25.6.2022, 19h30
Wo: Roter Salon der OESTIG LSG, Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien

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