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Mittwoch, 20. Oktober 2021

DUO – YOKO FOG-URATA (Klavier) & JÖRGEN FOG (Cello) spielen Strauss, Brahms, Schubert 4.11.2021, Roter Salon der OESTIG LSG, 19h30

Spielen Sonaten von Brahms, Strauss und Schubert auf höchstem Niveau: Jörgen Fog und Yoko Fog-Urata. © Foto: Privat;  Plakat: OESTIG

 

DUO – YOKO FOG-URATA (Klavier) & JÖRGEN FOG (Cello) spielen Strauss, Brahms, Schubert  4.11.2021, Roter Salon der OESTIG LSG, 19h30


Sie sind jeder für sich solistische Instanzen und haben gemeinsam Konzerte gegeben und CDs eingespielt. Jetzt bereichern sie als brillantes DUO der gefühlvollen Klassik den Roten Salon der OESTIG LSG: der langjährige Wiener Philharmoniker, Cellist JÖRGEN FOG, sowie Pianistin YOKO FOG-URATA. Der Däne und die Japanerin sind nach ihren Musikstudien in Wien geblieben und spiel/t/en in diversen Ensembles.

 

Das Programm des Abends hat durchgehend Sonaten-Charakter: RICHARD STRAUSS zeigt in seiner Cello-Sonate in F-Dur für Violoncello und Klavier (1883) Kenntnis von Mendelssohn, Brahms und Schumann.
FRANZ SCHUBERTs technisch anspruchsvolle „Fantasie C-Dur, op. 15“, genannt „Wandererfantasie“ von 1822 für Klavier Solo, erscheint mit ihren vier - wenn auch nahtlos ineinander übergehenden - Sätzen ebenfalls wie die klassische Sonatenform. Ein Motiv zieht sich durch das ganze Werk hindurch, kommt in Reinform im zweiten Satz vor und zitiert Schuberts eigenes Lied „Der Wanderer“. Der Wanderer ist ein Symbol des entfremdeten, verunsicherten Menschen des frühen 19. Jahrhunderts, ein frustrierter Freigeist im Polizeistaat Metternichs.
JOHANNES BRAHMS hat drei Sonaten für Klavier und Violine komponiert. Die verträumte, wunderschöne, zart traurige und auch exaltierte Sonate für Klavier und Violine Nr. 1 G-Dur op. 78 aus dem Jahr 1878/79 wurde von Leipziger PAUL KLENGEL (1854-1935) in Cello-Klavier-Fassung gebracht.


                           

Weiterführende Info und (Online-)Platzreservierung auf www.rotersalon.at

 

Wann: 4.11.2021, 19h30
Wo: Roter Salon der OESTIG LSG, Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien

Freie Spende

Freitag, 3. Januar 2020

STARS VON MORGEN – Feingeist MINJUN KIM Klavier-Soloabend, 10.1.2020 im Roten Salon der OESTIG LSG

Südkoraner MINJUN KIM ist als Pianist feingeistiger als Hermann Hesses „Narziss“. © Klavier-Malerei: Maxim Seloujanov, Fotos: privat, Elfi Oberhuber, Plakat: OESTIG

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STARS VON MORGEN – Feingeist MINJUN KIM Klavier-Soloabend, 10.1.2020 im Roten Salon der OESTIG LSG


Es war vor exakt zwei Jahren, während er im Rahmen der Serie „Stars von Morgen“ erstmals im Roten Salon der OESTIG LSG mit Taiwanese Shih-Yeh Lu auftrat, als ob „Narziss und Goldmund“ aus Hermann Hesses gleichnamigem Roman leibhaftig geworden wären. Der eine war in seinem Klavierspiel temperamentvoll, mitreißend und naturgewaltig, der andere besonnen, fein und schöngeistig: Und nun bestreitet der musisch-elegante, mittlerweile 26-jährige „Narziss“ aus Südkorea, MINJUN KIM, sein Konzert im Alleingang, nachdem auch sein Kommilitone aus der mdw-Masterklasse LILYA ZILBERSTEIN im November 2019 ein überraschend facettenerweiterndes Solokonzert gegeben hat. – Jetzt sind wir gespannt, was aus MINJUN KIM geworden ist, insbesondere, da er das melancholisch-verträumte BRAHMS-Werk 6 Klavierstücke Nr. 118 aus dem Jahr 1893 noch einmal interpretieren wird.

Weiters stehen auf dem Programm:
MOZARTs Klaviersonate Nr. 9 in a-moll, die in drei Sätzen 1778 in einer für Mozart recht ruhigen Sprache komponiert wurde.
Außerdem SCHUBERTs Klaviersonate D568 aus dem Jahr 1817 in fragmentarischer Fassung entstanden, sukzessive erweitert und 1829 als Opus 122 nach Schuberts Tod veröffentlicht.
Sowie SERGEJ PROKOFJEVs Klaviersonate Nr. 2 op. 14 in d-moll durch vielschichtige russische Seele: es stammt aus dem Jahr 1912.

weiterführende Info auf www.rotersalon.at

Wann: 10.1.2020, 19h30
Wo: Roter Salon der OESTIG LSG, Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien
Freie Spende

Reservierungen unter: rotersalon@oestig.at
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Dienstag, 10. Dezember 2019

STARS VON MORGEN – Pianistin NOA LEIGH KLEISENs Seelenwanderung 4.1.2020 im Roten Salon der OESTIG LSG

Niederländerin NOA LEIGH KLEISEN auf pianistischer Seelenwanderung mit Schumann, Schubert und Skriabin. © Klavier-Malerei: Maxim Seloujanov, Fotos: Elfi Oberhuber, Plakat: OESTIG
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STARS VON MORGEN – Pianistin NOA LEIGH KLEISENs Seelenwanderung 4.1.2020 im Roten Salon der OESTIG LSG


Komponist MAXIM SELOUJANOV hat die Serie im Roten Salon der OESTIG LSG „Stars von Morgen“ erfunden, und mittlerweile schreiben wir die 16. Folge. Darin präsentiert er hochbegabte mdw-Master-Studenten der Star-Pianistin LILYA ZILBERSTEIN. Wir konnten verblüfft zusehen und zuhören, wie sich große Begabungen in einem zweiten Konzert noch einmal gesteigert haben. – So ein Fall dürfte sich mit der bildhübschen, 27-jährigen Niederländerin NOA LEIGH KLEISEN ereignen, die in ihrem ersten Auftritt am 31.5.2018 SCHUMANNs komplexe „Kreisleriana“ auswendig geschafft hatte, sie ob der kurzen Einübungszeit jedoch noch nicht so verinnerlicht hatte, wie sie es haben könnte... Das 1838 komponierte Schlüsselwerk der romantischen Klavierliteratur, das acht Fantasiestücke in Anlehnung an E.T.A. Hoffmanns Figur des Kapellmeisters Kreisler enthält, steht für Schumanns Selbstporträt sowie das Porträt seiner späteren Ehefrau Clara. Es ist kontrastreich, aber tonartlich und rhythmisch verbunden, SCHUMANNs Inbegriff des romantischen Künstlertums, und bringt die größten Pianisten der Welt in dreißig Minuten emotionaler Berg- und Talfahrt ins Schwitzen.


Zuvor wird KLEISEN aber noch die mit Entstehungsjahr 1828 etwas früher komponierten, sehr emotionsgeladenen Drei Klavierstücke D943 SCHUBERTs spielen, der in diesem, „seinem Krankheitsjahr“ tragischer Weise mit 31 Jahren verstarb. Die Stimmung darin ist dementsprechend bekenntnisreich-intim und meisterhaft, an einigen Stellen skizzenhaft, von Brahms erst 40 Jahre später veröffentlicht.


Das „modernste“ Stück des Abends stammt vor der Pause von Russe ALEXANDER SKRIABIN: Seine 1898 komponierte, ca. 20-minütige 3. Klaviersonate fis-Moll op.23 hat als „Spielhilfe“ ein psychologisierendes Programm hinsichtlich der vier Sätze: 1.: Die freie Seele stürzt sich in Schmerz und Kampf, 2.: Die Seele findet eine trügerische Ruhe..., 3.: Die Seele treibt auf einem Meer von sanften Gefühlen und von Melancholie ..., 4.: Die entfesselte Seele kämpft wie trunken. Aber es erhebt sich aus der Tiefe der Gott-Mensch mit triumphierendem Siegesgesang...

weiterführende Info auf www.rotersalon.at

Wann: 4.1.2020, 19h30
Wo: Roter Salon der OESTIG LSG, Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien
Freie Spende

Reservierungen unter: rotersalon@oestig.at
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Freitag, 8. November 2019

STARS VON MORGEN – Temperamentgewalt SHIH-YEH LU spielt Klaviersonaten , 14.11.2019 im Roten Salon der OESTIG LSG

Taiwanese SHIH-YEH LU ist als Pianist temperamentvoller als Hermann Hesses „Goldmund“. © Klavier-Malerei: Maxim Seloujanov, Fotos: privat, Elfi Oberhuber, Plakat: OESTIG
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STARS VON MORGEN – Temperamentgewalt SHIH-YEH LU spielt Klaviersonaten , 14.11.2019 im Roten Salon der OESTIG LSG


Es war vor exakt zwei Jahren – während er im Rahmen der Serie „Stars von Morgen“ erstmals im Roten Salon der OESTIG LSG mit Südkoreaner Minjun Kim auftrat: als ob Narziss und Goldmund aus Hermann Hesses gleichnamigem Roman leibhaftig geworden wären. Der eine war besonnen, fein und schöngeistig in seinem Klavierspiel, der andere temperamentvoll, mitreißend und naturgewaltig, sodass die anwesende Jugend in Jubelgeschrei ausbrach. Und nun bestreitet der körperbetonte, mittlerweile 20-jährige „Goldmund“ aus Taiwan, SHIH-YEH LU, sein Konzert im Alleingang.
Sein Programm beginnen wird der fortgeschrittene Student von Starpianistin LILYA ZILBERSTEIN mit BEETHOVENs 27-minütiger Klaviersonate Nr. 3 mit orchestralem Charakter aus dem Jahr 1795. Die ersten beiden Takte des ersten Satzes fließen als Quelle durch das Werk hindurch. Darauf folgt die Zehnminuten-Sonate von ALBAN BERG Piano Sonata Op. 1. Das Werk wurde von einem Publikum, das nur Beethoven, Brahms und Schubert zu hören gewohnt war, unter Protesten aufgenommen: aufgrund des nur einen, jedoch „alles“ enthaltenden Satzes, statt der Vier, und des Harmonie- und Formverständnisses, das über die Spätromantik der Wiener Tradition hinausgriff. Erst zehn Jahre später sollte das Werk verlegt werden.

Auf die Pause folgen zwei recht kurze, temperamentvolle Stücke von FRANZ LISZT aus den 12 Transcndental Etüden, mit den Titeln Nr. 8, Wilde Jagd, und Nr. 10, Appassionata. Liszt hatte sie 1826 mit fünfzehn zu schreiben begonnen, 1837 erheblich überarbeitet und 1852 veröffentlicht. SHIH-YEH LU beschließt den Abend schließlich mit SCHUBERTs 1822 komponierter, 22-minütiger Wanderer Fantasie. In vier Sätzen wandert darin ein einziges Motiv, das sich in seiner Reinform in der Melodie des zweiten Satzes findet. Sie gilt als Schuberts technisch anspruchsvollstes Werk, das er selbst nie beherrschte: „Der Teufel soll dieses Zeug spielen!“... Liszt führte es indessen beeindruckt oft und gerne auf und schrieb darüber sogar eine eigene Version mit Orchester.

weiterführende Info auf www.rotersalon.at
Wann: 14.11.2019, 19h30
Wo: Roter Salon der OESTIG LSG, Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien
Freie Spende
Reservierungen unter: rotersalon@oestig.at
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Freitag, 12. April 2019

STARS VON MORGEN – Pianistin YUI YOSHIOKA, 25.4.2019 im Roten Salon der OESTIG LSG

YUI YOSHIOKA spielt – wie alle Zilberstein-Studenten – jedes Stück auswendig: dementsprechend klingen die Werke von Modest Mussorgsky (Bilder einer Ausstellung) und die zweitletzte Sonate von Franz Schubert, mit einer Dauer von 33 und 38 Minuten. © Fotos: privat, Elfi Oberhuber, Plakat: OESTIG

STARS VON MORGEN – Pianistin YUI YOSHIOKA, 25.4.2019 im Roten Salon der OESTIG LSG


11. Folge der Serie „STARS VON MORGEN“ mit Japanerin YUI YOSHIOKA, Abschluss-Studentin von Star-Pianistin Lilja Zilberstein an der mdw. Sie gab am 6.10.2017 den Serien-Auftakt. Da sind wir gespannt, inwieweit sich die damals noch hauptsächliche „Technikerin“ entwickelt hat. Bei den von ihr interpretierten Werken gibt es jeweils einen Anknüpfungspunkt zur Serie: zuerst spielt sie Wiener FRANZ SCHUBERTs (1797 – 1828) zweitletzte Klaviersonate D.959 A-dur, Teil seiner Sonatentrilogie, sein reifes, persönliches und „autobiografisches Alterswerk“ aus dem Jahr 1828. Zilberstein-Studentin HEUIJAE KIM hat die erste Sonate davon dargeboten und dabei ein äußerst virtuoses Zeugnis ihrer Fähigkeiten abgelegt. Die A-Dur-Sonate gilt als klangschönste und – da feinsinnig durchgestaltet als –  pianistischste der drei, aber mit dem Einbruch eines düster-fatalistischen Tons, grotesken Zügen und erschreckenden Generalpausen am Ende.

Die nach der Pause zu spielenden Sätze von (1839 bis 1881) MODEST MUSSORGSKYs „Bilder einer Ausstellung“ beschreiben Gemälde und Zeichnungen dessen verstorbenen Freundes Viktor Hartmann. Regelrechte Ohrwürmer sind die wiederkehrende Promenade, die in leicht veränderter Abwandlung vor jeder Bildbeschreibung erklingt, sowie das quirlige „Ballett der unausgeschlüpften Küken“. – Dieses Werk hat bereits der vollendete Prof. Michael Krist-Student RYOMA TAKAGI  im Oktober 2018 im Roten Salon der OESTIG LSG gespielt. Da liegt die Latte für YUI YOSHIOKA hoch!

weiterführende Info auf www.rotersalon.at

Wann: 25.4.2019, 19h30
Wo: Roter Salon der OESTIG LSG, Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien
Freie Spende
Reservierungen unter: rotersalon@oestig.at

Mittwoch, 13. Juni 2018

STARS VON MORGEN – Keuschheit & Leidenschaft: Pianistin Heuijae Kim, 21.6.2018, im Roten Salon Wien

Vereint Keuschheit und Leidenschaft: Heuijae Kim, wenn sie Schubert und Rachmaninov spielt © Fotos: privat, Plakat: Oestig
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STARS VON MORGEN – Keuschheit & Leidenschaft: Pianistin Heuijae Kim, 21.6.2018, im Roten Salon Wien




FRANZ SCHUBERT war in seinem Todesjahr (1828) gerade einmal 31 Jahre alt, dennoch kann seine erste der drei letzten Klaviersonaten, die Sonate in C-Moll, D958, als „Alterswerk“ bezeichnet werden. Denn das Leben des Komponisten war schon Jahre zuvor von Krankheit (Syphilis) gezeichnet. So besticht jene Komposition durch eine geradezu keusche Klarheit und Einfachheit. Dabei war Schuberts endlos fortgesponnenes Finale im galoppartigen Rhythmus des Rondo-Themas seiner Zeit voraus. Die drei gegensätzlichen Themen im Adagio erinnern an die Gesänge der Winterreise; das Menuett ist ein doppelbödiges Spiel mit Klischees dank Pausen und Episoden einer Groteske.

Läufe ohne Unterbrechungen finden sich auch in den 6 Moments Musicaux für Klavier op.16 von SERGEJ RACHMANINOV. Rasend schnell drücken jene unbändige Leidenschaft aus. Dazu bildet sich ein fanfarenartiges Motiv heraus, das die jubelnde Grundstimmung wirkungsvoll unterstützt. Rachmaninov komponierte diese 1896 mit 23 Jahren und war damit nicht viel jünger als Schubert in dessen Sterbejahr; er aber begibt sich auf eine Achterbahn der Gefühle, mit all der gesunden Energie, zu der ein vitaler Mann fähig ist, mit Sehnsucht, unstillbarem Verlangen, Jubel, Kraft, Triumpf – und auch finsterem Grübeln: Melancholisch mutet etwa das erste, zarte Lied-Motiv an, das bald sein Tempo steigert ... 

Diese gegensätzlichen Atmosphären wird nun die Südkoreanerin HEUIJAE KIM umsetzen. Sie bildet offiziell das Ende der Serie STARS VON MORGEN mit studierenden Hochbegabungen aus der Klasse der weltweit gefeierten Pianistin LILYA ZILBERSTEIN an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst. Erfunden vom zeitgenössischen Komponisten MAXIM SELOUJANOV wurde die Serie von der Kultur Innere Stadt Wien gefördert. Sie soll aber in einem erneuerten Konzept weiterlaufen. Wie, das erfahren Sie in den nächsten Wochen auf den Internet-Seiten der OESTIG sowie des Roten Salons.


Wann: 21. Juni 2018, 19h30
Wo: Roter Salon der OESTIG LSG, Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien



Eintritt: Freie Spende

Reservierungen unter: rotersalon@oestig.at

weiterführende Info auf www.oestig.at
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Samstag, 5. Mai 2018

STARS VON MORGEN – Pianist Yu-Ning Chuang, 19.5.2018, im Roten Salon Wien

Pianistischer Technik-Peot im Roten Salon der OESTIG LSG: YU-NING CHUANG!
© Fotos: privat, Plakat: Oestig
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STARS VON MORGEN – Pianist Yu-Ning Chuang, 19.5.2018, im Roten Salon Wien




In der Serie im Roten Salon der OESTIG LSG aus der Piano-Klasse LILYA ZILBERSTEIN (mdw) brilliert dieses Mal ein Technik-Poet, der sein Studium neben vielen ersten Preisen bei internationalen Wettbewerben bereits mit Auszeichnung abgeschlossen hat: das taiwanesische Supertalent YU-NING CHUANG. Er meistert umso „Schwierigeres“: BEETHOVENs „Große Sonate für das Hammerklavier, Op. 106“, die laut österreichischem Pianisten, Alfred Brendel, „nach Umfang und Anlage über alles hinausgeht, was auf dem Gebiet der Sonatenkomposition jemals gewagt und bewältigt wurde“.
 
Darauf folgt „Aus Schwanengesang“, Lieder von FRANZ SCHUBERT, von FRANZ LISZT für das Piano übertragen. Auch an diese Sammlung an vertonten Gedichten von Ludwig Rellstab, Heinrich Heine und Johann Gabriel Seidl, wagen sich selbst gestandene Könner nur selten heran. Die fantasievoll poetischen und dramatischen Ton-Bilder (Die Stadt, Am Meer, Die Taubenpost, etc.) erfordern unbedingt Technik und Emotion, und zwar zugleich.

Als Draufgabe folgt „Poème satanique, Op. 36“ des Russen ALEXANDER SKRJABIN. Youtube-Piano-Star Valentina Lisitsa meint darüber: „Hierbei handelt es sich um ein würdiges Erbe von Liszts Mephisto-Stücken. Man hört alles: den Wirbelwind-Walzer, die Teufels-Triller, Marguerites Verführung .... in weniger als fünf Minuten, aber bei zehn Millionen Noten: derzeit mein liebstes Stück!“




Wann: 19. Mai 2018, 19h30
Wo: Roter Salon der OESTIG LSG, Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien



Eintritt: Freie Spende

Reservierungen unter: rotersalon@oestig.at

weiterführende Info auf www.oestig.at
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Mittwoch, 18. April 2018

existenzialismus auf musikalisch – Cellist STOROJENCO & Pianist DIMITRIU im Roten Salon, 4.5.2018

Das nennt man persönliche Auseinandersetzung, die von Ernsthaftigkeit geprägt ist... Storojenco & Dimitriu!
© Fotos: privat, Filip, Plakat OESTIG
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existenzialismus auf musikalisch – Cellist STOROJENCO & Pianist DIMITRIU im Roten Salon, 4.5.2018




Sie scheuen keinen Vergleich mit den bewusstseinsbildend Großen und musikalisch Komplexen der Kunstwelt: Cellist ION STOROJENCO und sein ambitionierter Landsmann IOAN-DRAGOS DIMITRIU anhand ihrer Werkauswahl:

FRANZ SCHUBERTs Sonate Arpeggione ist von Heiterkeit und Melancholie durchzogen. 1824 für das Instrument „Arpeggione“ („Bogen-Gitarre“, „Guitarre-Violoncell“ oder „Guitarre d´amour“) erschaffen, wurde sie 1968 von einem der bedeutendsten Cellisten der Geschichte und Fürstreiter der Moderne, Russe Mstislav Rostropovich, zusammen mit einem der wichtigsten europäischen Moderne-Komponisten, Benjamin Britten am Piano, aufgenommen. Die beiden harmonieren auf der remasterten CD so extrem einfühlsam, dass sie bis heute als maßgebendes Juwel gelten. Darüber hinaus spielten sie es in einer Zeit, als romantische Musik in Russland politisch inkorrekt war.

Rostropovich hat 1959 auch das folgende Stück Sonate für Violoncello und Klavier, Op. 40 eingespielt und zwar mit dessen legendären Komponisten DMITRI SCHOSTAKOWITSCH am Piano. Es bietet gleichsam genügend politische Assoziationspunkte, um festzustellen, dass der Erschaffer des Werks zu jener Zeit um sein existenzielles Bewusstsein kämpfte: Schostakowitsch hatte es 1934 komponiert, als Stalin soeben den sozialistischen Realismus als ästhetische Kunst-Prämisse ausgerufen hatte – dagegen sprachen sowohl die kammermusikalische Gattung der Sonate als Beigeschmack westlicher Dekadenz, als auch das romantische Liebesthema und ein makabres Verfolgungsmotiv vor einem fulminanten, bösen Schluss. Die Verfolgung sollte Schostakowitsch dann tatsächlich widerfahren.


Nach der Pause spielen STOROJENCO und DIMITRIU schließlich Rumäniens wichtigsten Komponisten: GEORGE ENESCU und dessen Sonate für Violoncello und Klavier, Op. 26 No. 2. Der als Wunderkind gehandelte und nach der russischen Besetzung Rumäniens nach Paris emigrierte Künstler schrieb dieses Werk fast zeitgleich wie Schostakowitisch sein Op. 40. Enescu widmete es dem katalanischen, Kommunismus- und Hitler-feindlichen Friedenskämpfer und weltberühmten Cellisten, Spanier Pablo Casals. Das Stück gilt in seiner gedanklichen Dichte mit zyklischen Wiederholungs- und rumänischen Volksmusik-Motiven als die klassische Sonatenform erweiternd und Enescu-charakteristisch.

ION STOROJENCO, Cellist, geb. 1988, seit 2015 Solocellist bei der Badischen Philharmonie Pforzheim/Deutschland und Substitut bei den Wiener Philharmonikern, Staatsoper Wien.

IOAN-DRAGOS DIMITRIU, Pianist, geb. 1991, gewann 26-mal den 1. Preis bei inter/nationalen Wettbewerben und zwei beste Enescu-Interpretationen. Ab 16 Solist mit Orchestern, Auftritte in Europa und Japan. Gründer der Transylvanian International Piano Competition und Präsident von Ton der Jugend.



weiterführende Info auf www.oestig.at





Wann: 4.5.2018, 19h30
Wo: Roter Salon der OESTIG LSG, Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien


Eintritt: Freie Spende



Reservierungen unter: rotersalon@oestig.at
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