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Dienstag, 26. April 2022

STARS VON MORGEN – Die vielsagende Pianistin ANGELA TODOROVA, Roter Salon der OESTIG LSG, 5.5.2022, 19h30

Ist Spezialistin deutscher Klassiker wie Bach und Beethoven: Pianistin Angela Todorova. © Fotos: privat, Elfi Oberhuber, Plakat: OESTIG


 

STARS VON MORGEN – Die vielsagende Pianistin ANGELA TODOROVA, Roter Salon der OESTIG LSG, 5.5.2022, 19h30

 

Prof. LILYA ZILBERSTEIN hat immer noch ein Ass im Ärmel: erstmals präsentiert sie die 23-jährige Bulgarin ANGELA TODOROVA, die seit März 2021 in ihrer mdw-Klasse studiert und deren öffentliche, erstaunlichen Auftritte (auf youtube) bis zu ihrem Alter von 11 Jahren zurückzuverfolgen sind. In der Reihe im Roten Salon der OESTIG LSG von MAXIM SELOUJANOV,  Stars von Morgen im ersten Bezirk, wird sie sich dreier interessanter Stück-Korrespondenzen annehmen:

JOHANN SEBASTIAN BACHs Partita I, B-Dur, BWV 825 aus dem Jahr 1731, sowie BACHs Präludium und Fuge in D-Dur, BWV 850 und in d-moll, BWV 851 – Werkpaare im Wohltemperierten Klavier. Das sind „Übungen“ auf höchstem Niveau, das er den professionellen Cembalisten und Clavier-Spielern der damaligen Zeit abverlangte.
Darauf folgen Präludium und Fuge op.87, Nr. 2 a-moll und Nr.5 D-Dur, Teile aus 24 Präludium-Fuge-Paar-Stücken, die Russe DMITRI SCHOSTAKOWITSCH 1952 anlässlich der 200. Todesjahr-Feier von Bach in Leipzig komponierte. Insofern lässt sich das stetige, Bach-typische Fließen von Musik und Noten auch bei Schostakowitsch erkennen.

Dazwischen sorgt die Sonate Nr. 31 in As-Dur, op. 110 von LUDWIG VAN BEETHOVEN aus dem Jahr 1822 für Abwechslung. Der Schwerpunkt liegt im letzten Satz, der länger ist als die beiden Vorausgegangenen zusammen. Die Sonate verläuft von einem unschuldigen Anfang über Zwist und Streit, Klage, Leid und Verzagen zu mutigem Aufschwung durch den Triumph des Geistes: mit erschütternder, erhebender Wirkung.

Ein Kontrastprogramm stellt Zeitgenosse aus Salzburg, ANDREAS OLSZEWSKI, mit „Morsecode“ dar. Hier wird formal und rhythmisch der Name des Komponisten in musikalische Morsezeichen übersetzt.

Weiterführende Info und Online-Reservierung auf www.rotersalon.at

Wann: Do 5.5.2022, 19h30
Wo: Roter Salon der OESTIG LSG, Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien

Freie Spende

Freitag, 15. Oktober 2021

STARS VON MORGEN – Der außergewöhnliche Klavierkünstler ANTONIO CHEN GUANG, 29.10.2021, Roter Salon der OESTIG LSG, 19h30

Herausragender, künstlerischer Pianist: ANTONIO CHEN GUANG. © Malerei: Maxim Seloujanov, Fotos: Elfi Oberhuber, Plakat: OESTIG

 

STARS VON MORGEN – Der außergewöhnliche Klavierkünstler ANTONIO CHEN GUANG, 29.10.2021, Roter Salon der OESTIG LSG, 19h30

 

ANTONIO CHEN GUANG spielt alle anderen in den Schatten! Was ihn von anderen unterscheidet, ist seine absolute Verinnerlichung der Noten, sodass man das Gefühl hat, er hätte alle Stücke selbst komponiert. Jede Phrase wird zu seiner künstlerischen Aussage, jedes Stück zu seinem Statement. Er vereint Virtuosität mit Gestaltungswillen, nicht umsonst schwärmen große Persönlichkeiten von ihm.

Er beginnt mit BACHs Italienischem Konzert aus dem Jahr 1735, das eine Ausnahmerolle in Bachs Gesamtwerk und auch gattungsgeschichtlich spielt. Das Klavier ahmt hier im Barockstil Klangfarben der Orchesterbegleitung nach. Russe SKRJABINs klare und 8 Minuten kurze „4. Klaviersonate“ von 1903, hat als gedanklichen Subtext ein Gedicht, worin ein Stern von weit weg durch Nebel strahlt, worauf die triumphierende Sonne in freudiger Wellenbewegung durchbricht und vom Schöpfer verschlungen wird. Die impressionistischen Lichtreflektionen auf dem Wasser von DEBUSSY stammen aus dessen Images (Bilder, 1905), worin sich die lautmalerische Interpretationsfähigkeit des Interpreten beweisen kann. In SCHUMANNs Carnaval, op.9 von 1837 spielt sich ebenfalls ein inneres Drama ab: In dem Klavierzyklus, bestehend aus 23 kurzen Charakterstücken, geht es um einen Maskenball, wo Figuren aus der Commedia dell´ arte (Pierrot, Harlekin) neben den Komponisten Chopin, Paganini, Schumanns späterer Ehefrau Clara Wieck sowie Schumann selbst als Eusebius und Florestan teilnehmen. Als gegenwärtige Draufgabe spiel CHEN GUANG schließlich „Versöhnung“ vom 1952 in Wien geborenen Komponisten WALTER BACO, den Klassik-Pianisten sehr gerne wählen: denn seine Musik ist gemäß dem Titel nachvollziehbar.



Sitzplatz-Reservierung und Covid-Info auf www.rotersalon.at

 

Wann: 29.10.2021, 19h30
Wo: Roter Salon der OESTIG LSG, Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien

Freie Spende

Mittwoch, 19. Mai 2021

STARS VON MORGEN – Der ausdrucksstarke Pianist SHIH-YEH LU, 3.6.2021, Roter Salon der OESTIG LSG, 19h

Herausragende, temperamentvolle Star-Hoffnung: Pianist SHIH-YEH LU. © Malerei: Maxim Seloujanov, Fotos: Elfi Oberhuber, Plakat: OESTIG

 STARS VON MORGEN – Der ausdrucksstarke Pianist SHIH-YEH LU, 3.6.2021, Roter Salon der OESTIG LSG, 19h


Er ist im Roten Salon der OESTIG LSG inzwischen das dritte Mal Teil der Serie Stars von Morgen,  die Komponist MAXIM SELOUJANOV aus der mdw-Klasse von Star-Pianistin Prof. LILYA ZILBERSTEIN präsentiert: SHIH-YEH LU. Beim ersten Mal 2017 war der damals 18-jährige Taiwanese ein ungeschliffener Rohdiamant, eine Naturgewalt an Kreativität und Temperament. Er spielte das klassische Repertoire wie ein Rockmusiker, sodass die anwesende Jugend tobte. Beim zweiten Auftritt 2019 war er steuernd bei der Sache, obschon man seine ungeheure Kraft und Energie spürte. Jetzt sollte er beide Zugänge zur Hochblüte gebracht haben, nachdem er vier Jahre bei Prof. Zilberstein gelernt hat. SHIH-YEH LU vermag es, nicht nur die Klassik sehr gut zu interpretieren, sondern auch Zeitgenössische und Neue Musik, was vom Interpreten besonderen Schöpferdrang und Umsetzungsgabe verlangt.

SHIH-YEH LUs Programm umfasst an Klassik BACHs Lehrwerk aus dem Jahr 1722, „Das wohltemperierte Klavier, Teil II, Präludium und Fuge, sowie BEETHOVENs Klaviersonate Nr. 15, op. 18 „Pastorale“, die im Konzertsaal selten zu hören ist. Vielsagend schön ist die Sonate op. 30 im romantisch-intellektuellen Stil des „russischen Brahms“, NIKOLAI MEDTNER, der gegen den damals herrschenden Zeitgeist in russisch-deutscher, tonaler Tradition komponierte.
Zur Uraufführung bringt SHIH-YEH LU Wiener ALEXANDER KRALs Stück „Raffinierie II“, das der 1982 geborene Pianist, Klarinettist, Musik- und Kompositionslehrer in Kombination mit fluktuierenden Übergängen von Artikulation, Tempo und Dynamik mit Techniken der Minimal Music kreiert hat. Es erinnert an die chemischen Vorgänge in einer Raffinerie, wo verschiedene Stoffe den Aggregatszustand wechseln, manchmal fließend, dann auch sehr plötzlich.
Den Abschluss bildet PAUL HINDEMITHs  „Klaviersonaten Nr. 3“ die der Neue-Musik-Komponist in kontrapunktischer Meisterschaft und Bach-schen Klavierkunst entwickelt hat. Hinter ihrer kühlen Sachlichkeit verbirgt sich eine Emotionalität, die  herauszuholen ist.

Unbedingte Sitzplatz-Reservierung und Covid-Info auf www.rotersalon.at

 

Wann: 3.6.2021, 19h
Wo: Roter Salon der OESTIG LSG, Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien

Freie Spende

Dienstag, 27. Oktober 2020

STARS VON MORGEN – Der international beachtete Pianist ANTONIO CHEN GUANG, 6.11.2020, Roter Salon der OESTIG LSG, 19h30

Herausragende, internationale Star-Hoffnung: Pianist ANTONIO CHEN GUANG. © Malerei: Maxim Seloujanov, Fotos: privat, Elfi Oberhuber, Plakat: OESTIG

STARS VON MORGEN – Der international beachtete Pianist ANTONIO CHEN GUANG, 6.11.2020, Roter Salon der OESTIG LSG, 19h30

Noch nicht viele Pianisten der Serie Stars von Morgen (im 1. Bezirk),  die Komponist MAXIM SELOUJANOV aus der mdw-Klasse von Star-Pianistin Prof. LILYA ZILBERSTEIN präsentiert hat, führten ein zeitgenössisches Werk auf: Die ganz persönliche Wahl des 26-jährigen Chinesen, ANTONIO CHEN GUANG, fiel dabei auf das Werk „Gleichenberg“ des 1952 geborenen Wiener Komponisten WALTER BACO. BACOs Musik folgt logischen, harmonischen Mustern, ohne banal zu sein.

ANTONIO CHEN GUANG selbst hat von bemerkenswerten Persönlichkeiten überschwängliches Lob erhalten: „Herausragendes Talent, die Fortsetzung der Tradition unserer großartigen Musik“, attestiert ihm Paul Badura-Skoda, „ausgezeichnete Pianotechnik und musikalisches Gefühl“, Vladimir Ashkenazy. Der Bühnen-Charismatiker CHEN GUANG mit breitem Repertoire wird in diesem Konzert noch BACHs dreisätziges Italienische Konzert in F-Dur aus dem Jahr 1735 im temporeichen, barocken Stil, sowie CHOPINs 1846 vollendete, gefühlintensive Barcarolle Fis-Dur op. 60 spielen. Den Abschluss macht er mit ROBERT SCHUMANNs 1837 herausgegebenem halbstündigen Werk Carnaval, op. 9, das aus 23 kurzen Charakterstücken besteht und einen Maskenball beschreibt.                   

Weiterführende Info und (Online-)Kartenreservierung auf www.rotersalon.at 

Wann: 6.11.2020, 19h30
Wo: Roter Salon der OESTIG LSG, Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien

Freie Spende

Dienstag, 7. Mai 2019

STARS VON MORGEN – Pianistin LIZAVETA BORMOTOVA spielt Bach, Beethoven, Schumann 16.5.2019 im Roten Salon der OESTIG LSG

LIZAVETA BORMOTOVA spielt – wie alle Zilberstein-Studenten – jedes Stück auswendig: dementsprechend klingen die Werke von BACH, BEETHOVEN und SCHUMANN. © Klavier-Malerei: Maxim Seloujanov, Fotos: Grilic, Elfi Oberhuber, Plakat: OESTIG

STARS VON MORGEN – Pianistin LIZAVETA BORMOTOVA spielt Bach, Beethoven, Schumann 16.5.2019 im Roten Salon der OESTIG LSG


Die 28-jährige Russin, LIZAVETA BORMOTOVA,  hat im Rahmen von MAXIM SELOUJANOVs „Stars von Morgen“-Serie bereits gezeigt, dass in ihr eine starke Künstlerin steckt. Sie hat die nötige Nervenstärke, um ein Werk unter charaktervoller Führung konsequent zum Leben zu erwecken. Jetzt ist sie noch reifer, und wir sind gespannt, was sie aus BACHs Werk-Paar aus dem 2. Teil des „Wohltemperierten Klaviers“, „Präludium und Fuge“ fis-Moll (BWV 883)“ machen wird: – jener mit „Jugend, Gedanklichkeit und Empfindsamkeit“ zur Spitze des gesamten Unterfangens erkorenen Passage.

Darauf wird BORMOTOVA ihr Talent BEETHOVEN widmen: Die 22-minütigen „6 Bagatellen, op. 126“ mit kurzen Charakterstücken bezeichnete der Komponist nach deren Vollendung 1825 als das „wahrscheinlich Beste, was ich je geschrieben habe“. Es gibt darin Bezüge zur „Klaviersonate, op. 101“, zur „Hammerklavier Sonate“ und zur „Neunten Symphonie“.  Die „Klaviersonate Nr. 32, op. 111 in c-moll“ aus dem Jahr 1822 ist BEETHOVENs letzte Klaviersonate. Sie hat nur zwei Sätze (zehn und zwanzig Minuten) und wird insbesondere durch den zweiten Satz mit „Abschied, Unendlichkeit, Auflösung im All“ gleichgesetzt, sowie in Kombination von Beidem mit „Widerstand und Ergebung“, „Diesseits und Jenseits“.

Mit Romantiker SCHUMANNs 1838 vollendeter „Fantasie op.17, c-dur“ hören wir ein leidenschaftliches, im 1. Satz von Ängsten um den Verlust der Geliebten motiviertes Werk, was sich allerdings in einer schwärmerischen Melodie und in einem grandiosen Marsch entspannt, und ruhevoll-versöhnlich als gefestigte Hoffnung ausklingt. – Damit scheint eine Reise durch die Welt der Emotionen angesagt...

weiterführende Info auf www.rotersalon.at

Wann: 16.5.2019, 19h30
Wo: Roter Salon der OESTIG LSG, Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien
Freie Spende
Reservierungen unter: rotersalon@oestig.at

Montag, 22. April 2019

FAGOTT IT! – Das Fagottquartett feat. Sopran JUDITH HALÁSZ als W.A. Mozart, 3.5.2019 im Roten Salon der OESTIG LSG

Fagott It!, das Fagott-Quartett, spielt von BACH bis QUEEN wirklich alles, diesmal insbesondere auch einen „derben Mozart“. © Fotos: privat; Plakat: OESTIG


FAGOTT IT! – Das Fagottquartett feat. Sopran JUDITH HALÁSZ als W.A. Mozart, 3.5.2019 im Roten Salon der OESTIG LSG


Das Fagottquartett FAGOTT IT! wagt sich am Höhepunkt seines Programms mit Stücken von BACH bis QUEEN an die derbe Seite des liebesintensiven WOLFGANG AMADEUS MOZART heran. Den Beginn bestreiten die sonst alle in führenden Orchestern Österreichs spielenden Bläser BORIANA BUKAREVA, MICHAEL ZOTTL, ROBERT BRUNNLECHNER und MAX LIDAUER mit dem Janitscharen-Chor aus MOZARTs „gesitteter“ Oper „Die Entführung aus dem Serail“. Im zweiten Teil geht es dann ans Eingemachte: drei Briefe an seine in Augsburg lebende Cousine Anna-Maria-Thekla, das „Bäsle“, bilden die Basis dafür. ROBERT BRUNNLECHNER hat sie für Alt- und Baritonsaxophon, Fagott und Kontrafagott vertont, um die tiefen Regionen des anrüchigen Witzes darstellen zu können. Ein Zitat daraus: „Ich scheiße nun schon wircklich bald zweyundzwanzig Jahr aus dem nämlichen Loch ...“

ROBERT BRUNNLECHNER über seinen Zugang: „Trotz der inhaltlich erheblich unterschrittenen Grenzen des guten Geschmacks, zeigt Mozarts obszöne Sprache eine musikantische Rhythmik. Mich wundert, dass noch niemand auf die Idee gekommen ist, diese zu vertonen. Wir lassen Mozart außerdem von der hohen Frauenstimme JUDITH HALÁSZs singen – da Mozarts schillerndste Opernfiguren ja umgekehrt oft Hosenrollen waren.“ Die Tonsprache der Bäsle-Lieder stellt am Ende ein burleskes Sammelsurium von altväterischer Kontrapunktik über klassisch mozartische Harmonik und Anklänge an Jazz und Rock´n´Roll bis hin zu avantgardistischen Techniken dar – samt Zitaten aus dem Oeuvre des Meisters.

                           
Weiterführende Info auf www.rotersalon.at

Wann: 3.5.2019, 19h30
Wo: Roter Salon der OESTIG LSG, Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien
Freie Spende
Reservierungen unter: rotersalon@oestig.at

Donnerstag, 3. Januar 2019

STARS VON MORGEN – Pianistin Heuijae Kim, 12.1.2019 im Roten Salon der OESTIG LSG

Trotz geringer Erfahrung bei Soloauftritten souverän: Pianistin Heuijae KIM.
© Fotos: Elfi Oberhuber, Plakat: OESTIG

STARS VON MORGEN – Pianistin Heuijae Kim, 12.1.2019 im Roten Salon der OESTIG LSG

In der 10. Folge der Serie „STARS VON MORGEN“ spielt Koreanerin HEUIJAE KIM: sie ist die Einzige, die im Rahmen der Serie zweimal im Roten Salon der OESTIG LSG auftritt. Und sie war auch diejenige, die bisher am meisten überraschte. Denn sie hatte am wenigsten Solo-Auftritte von allen vorzuweisen, dennoch spielte sie mit einer souveränen Selbstverständlichkeit, totalen Verinnerlichung, extremen Versunkenheit, schlicht, mit einer reifen Professionalität, wie nur einige Wenige unter all diesen Hochbegabten.

Dieses Programm erfüllt sie nun mit den deutschsprachigen Klassikern:
BACH – seiner in eigener Komposition reflektierten italienischen Cembalomusik „Toccata BWV 914, e-Moll“, ein 1708 bis 1712 entstandenes, recht reifes Exemplar hinsichtlich des Stils: auf das Motiv und Doppelfugato folgt ein äußerst expressives Adagio, das zu den eindrucksvollsten Passagen in Bachs Frühwerk zählt.
HAYDN – der 1782 komponierten „Sonate Nr. 53, e-Moll, Hob.XVI, Nr. 34“ des Esterházy-Hofmusikers.
SCHUMANN – der 1839 finalisierten „Sonate Nr. 2 g-Moll, op. 22“ , worin er mit dem Formproblem der klassischen „Sonate“ zugunsten eines romantischen Pendants mit tänzerisch elegantem Scherzo und ungeheuer virtuosem Hauptsatz ringt.

Eine zusätzliche Stilerweiterung kommt durch zwei französische und einen russischen Komponisten im Übergang von der Romantik zur Moderne:
CHOPIN –
Das 1837 entstandene „Scherzo Op.31 Nr.2“ mit polnischen Motiven im klassisch-erweiterten Stil arbeitet mit einem kontrapunktartigen Motiv, wo auf eine wiederholt schnell gespielte, düstere Bass-Frage, eine erklärende Antwort in lyrischer Ausschweifung folgt.
DEBUSSY – von ihm stammt das dreiteilige „Estampes“ aus dem Jahr 1903: Zwischen den Stücken mit poetischen Titeln gibt es keine thematischen Bezüge, sie beziehen sich auf verschiedene Schauplätze: den fernen Osten, das südspanische Andalusien und Frankreich.
SCRIABIN – Das 1914 vollendete „Poéme“ „Vers la flamme“ („Der Flamme entgegen“) durchlief das Konzept von einer (verworfenen) Sonate zu einem vollendeten, lautmalerischen, fast radikalen, „kleinen“ Stück: aus dichtem Nebel entfaltet sich förmlich das gleißende Licht!

weiterführende Info auf www.rotersalon.at

Wann: 12.1.2019, 19h30
Wo: Roter Salon der OESTIG LSG, Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien
Freie Spende
Reservierungen unter: rotersalon@oestig.at

Donnerstag, 22. November 2018

WINTERSONNE – Sopran JOWITA SIP mit Klavier und Klarinette, 1.12.2018 im Roten Salon der OESTIG LSG

Jowita Sip in Wintersonnen-Stimmung © Fotos: Wolny od wirusów, fotomasek, Jowita Sip – Bearbeitung und Plakat: OESTIG
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WINTERSONNE – Sopran JOWITA SIP mit Klavier und Klarinette, 1.12.2018 im Roten Salon der OESTIG LSG


Die Sopran-Sängerin polnischer Herkunft, JOWITA SIP, leitet die beginnende Weihnachtszeit mit der „Wintersonne“ ein. Und wer die echte Wintersonne bei Schnee kennt, weiß, dass dieser Eindruck glückseliger sein kann, als so manche Familienstimmung vor dem Weihnachtsbaum. SIP verspürt die wärmenden Strahlen mit JOHANN SEBASTIAN BACH, von dem sie vier Werke in barock-klerikaler Manier mit der rhythmischen Beschwingtheit, die für ihn typisch ist, singen wird.

Stilgemäß entsprechend ist HÄNDEL: von ihm interpretiert sie ein Lied und eine Opernarie. Die „Wiegenlied(er)“ von BRAHMS und TSCHAIKOWSKY entsprechen der intimen Innigkeit der Winterzeit, wobei letzterer mit „Dezember“ auch die Jahreszeit preist. Die „Sonne“ erstrahlt von SIPs Landsmann mit patriotischen Volksmelodien STANISLAW MONIUSKO, worauf noch von DEBUSSY vor der „Kinderecke“ „Der Schnee tanzt“. Dieses akustische Stimmungsbild verziert die Sängerin mit liebgewonnenen Komponisten wie DONIZETTI und ROSSINI.

Begleitet wird SIP von ihrem ständigen Partner am Piano, ROMAN TEODOROWICZ, sowie von einem Gast aus Berlin, dem Klarinettisten LIBOR HAVELKA. Beide werden auch Solo- und Duett-Instrumentalstücke spielen, TEODOROWICZ etwa die BEEETHOVEN-„Sturm“-Sonate, HAVELKA und TEODOROWICZ „Canzonetta“ vom französischen Spätromantiker GABRIEL PIERNÉ.


weiterführende Info auf www.rotersalon.at



Wann: 1.12.2018, 18h
Wo: Roter Salon der OESTIG LSG, Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien
Freie Spende
Reservierungen unter: rotersalon@oestig.at
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